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Mann und Frau – ist das noch aktuell?

Die verlockende Anziehung von Mann und Frau ist so alt wie Menschheit. Und sie hat – allen Bemühungen der Moderne zum Trotz, keineswegs ausgedient! In allen Kulturen und Religionen wird die Gegengeschlechtlichkeit des Menschen als herausfordernde und beglückende Realität beschrieben. Hirnforscher belegen mit neusten Studien, was wir längst wissen: Mann und Frau denken, reden und handeln unterschiedlich. Bereits Neugeborene reagieren verschieden: Wird ihnen ein Gesicht und ein beweglicher Gegenstand gezeigt, bevorzugen männliche Neugeborene den Gegenstand, während weibliche Neugeborene sich mehrheitlich auf das Gesicht fokussieren. Verschiedenheit ist ehefördernd:






Die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau bewirkt eine unauflösbare, reizvolle Spannung und erhöht dadurch den Anreiz, als Paar ein Leben lang gemeinsam unterwegs zu sein. Ehe ist ein Abenteuer, das bestanden, ein Geheimnis, das nur durch Risikobereitschaft und Ausdauer bis in die Tiefe erforscht werden kann. Prof. H.-B. Gerl-Falkovitz, Philosophin und Religionswissenschaftlerin schreibt dazu: «Frau ist bleibendes Geheimnis für den Mann und umgekehrt. Der Mann wird nur an der Frau zum Vater, die Frau nur am Mann zur Mutter. Das Andere (den anderen in seiner Andersartigkeit) auszuhalten erfordert mehr Mut, als sich dem gleichen Geschlecht auszusetzen. Vermutlich ist nur die Tollkühnheit der Liebe dazu fähig.»1 Auch die Kinder profitieren von der Verschiedenartigkeit von Mutter und Vater. Der Junge wird in der Auseinandersetzung mit Vater und Mutter zum Mann, das Mädchen lernt von Mutter und Vater, was es bedeutet, als Frau zu leben. Der deutsche Psychiater Christian Spaemann weist dezidiert darauf hin, dass die Gegengeschlechtlichkeit von Mutter und Vater Kinder optimal in ihrer Entwicklung fördert.2 Wie auch immer die Rollen in der Ehe verteilt werden: Kinder geniessen es, dass Papa anders mit ihnen spricht oder spielt als Mama. Dass er Probleme anders anpackt und Situationen anders beurteilt. Dass er Beziehungen anders lebt und Grenzen nicht immer da setzt, wo Mama sie setzen würde. Ergänzung ist das Prinzip, nach dem letztlich das Ganze funktioniert. Gleichmacherei bedeutet nicht Freiheit, sondern eine massive Beschränkung von Entwicklungsmöglichkeiten für alle. Mann und Frau, die sich in ihrer ergänzenden Verschiedenheit neu entdecken, sind die Hauptakteure eines Abenteuers, das auch im 21. Jahrhundert nichts an Aktualität und Bedeutung verloren hat.


Regula Lehmann


1 Den ganzen Artikel «Zum Glück verschieden» finden Sie im Magazin 2/2019 der Stiftung Zukunft CH 2 Video von Ch. Spaemann «Vater und Mutter – beliebig ersetzbar?» https://www.youtube.com/watch?v=uN3Z67C07_g

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